Memorandum

Etwa zwei von hundert Österreichern genießen hin und wieder eine handgerollte Zigarre. Für rund 160.000 Erwachsene in unserem Land bedeutet dieser Genuss Entspannung, Kontemplation, Entschleunigung oder Stimulus.

Die Gesetzesflut, die seit nahezu 30 Jahren die Länder unseres Kontinents überschwemmt, um die Nikotinsucht von Zigarettenrauchern hintanzuhalten, hat zwar den so genannten Nichtraucher- und Jugendschutz im Fokus, erstickt aber gleichzeitig alle historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Werte, die die Zigarre seit Jahrhunderten geprägt hat. Die Vereinigung Cigar Rights of Austria tritt gegen diese plumpe und unvermögende Gleichbehandlung auf und appelliert:

Die Politik hat (noch) nicht realisiert, dass zwischen Zigaretten und kunstvoll von Hand gefertigten Zigarren ein eklatanter Unterschied besteht. Diese beiden Produkte dürfen regulatorisch nicht gleichbehandelt werden. Es macht auch gar keinen Sinn, diese Produktkategorien gleichzustellen, denn Zigarren bringen keine Kettenraucher hervor und ziehen Jugendliche nicht an.

Wir fordern die Politiker auf allen Ebenen auf, die Überregulierung von Tabak zu revidieren und die Freiheitsrechte erwachsener Bürger und Steuerzahler zu respektieren. Der Genuss einer Zigarre muss für alle Österreicher überall dort gewährleistet und möglich sein, wo Menschen gleicher Gesinnung übereinstimmend diese Art des Tabakgenusses gutheißen, sei es in privatem Rahmen, in der Gastronomie, Hotellerie oder in eigens dafür geschaffenen privaten oder öffentlichen Einrichtungen. Die Zigarre ist ein zu schützendes Kulturgut und Welterbe.